Digitalisierungsschub für Frauen-Nachttaxi
Die Nutzung des Frauennachttaxis soll künftig einfacher, sicherer und transparenter möglich sein. Nur Team Zukunft dagegen.
Ein Gemeinschaftsantrag von Wir für Schwaz, Team Lintner und der MFG bringt Digitalisierung. Das „Frauen Nachttaxi“ in Schwaz soll künftig über die von der Wirtschaftskammer Tirol bereitgestellte Plattform CALEMO abgewickelt werden. Damit wird das Angebot einfacher, sicherer und transparenter. Die zuständigen Ausschüsse prüfen zudem eine mögliche Ausweitung auf Jugendliche, Senioren sowie Veranstaltungen. Widerstand gab es aus den Reihen des Team Zukunft.
„Wir haben den Antrag mit dem Ziel eingebracht die bisherige analoge Gutschein-lösung durch eine anwenderfreundlichere Lösung zu ersetzen und den Aufwand für die Verwaltung und die Taxiunternehmen zu minimieren.“ betont VizeBM Martin Wex den Mehrwert einer digitalen Lösung.
Ersatzgemeinderat Simon Oberreiter, der das Thema seit längerem verfolgt, im Ausschuss für Jugend, Frauen und Gleichstellung jedoch auf Ablehnung stieß, zeigt sich über den breiten politischen Konsens erfreut. „Das „Frauentaxi“ ist ein wichtiges Sicherheitsangebot, doch die bisherige Abwicklung mit Papiergutscheinen ist aufwendig, wenig akzeptiert und missbrauchsanfällig. Mit CALEMO schaffen wir eine moderne, transparente, vor allem aber niederschwellige Lösung für die Bevölkerung, so Oberreiter.
Auch für die MFG und das Team Lintner liegen die Vorteile auf der Hand: Abwicklung und Bezahlung erfolgen über eine App. Die Abholung von Gutscheinen zu Amtszeiten entfällt ebenso wie die Abrechnung der Taxibetriebe vor Ort in der Gemeinde. Auch der Missbrauch und die Ansammlung von Gutscheinen werden unterbunden. Vor allem aber ist die Teilnahme an CALEMO kostenlos und das vorgesehene Budget für das Frauen Nachttaxi kann problemlos übergeführt werden.
Nicht mitgetragen wurde der Antrag vom Team Zukunft. „Man mache sich Sorgen, dass durch die einfachere Verfügbarkeit die Aktion „zu gut angenommen“ werden könnte und die Budgetmittel nicht ausreichen. Bürgermeisterin und Finanzreferentin Victoria Weber merkte zudem an, dass die kostenlose Plattform der Grund für zukünftige Finanzprobleme der Stadt sein könnte.
Andreas Langer formulierte die Antwort auf Petra Lintners (Team Zukunft, Vorsitzende im Ausschuss für Jugend, Frauen und Gleichstellung) Einwand treffend: „Ich finde es schon sehr befremdlich zu argumentieren, dass man eine für die Nutzer bessere, für die Verwaltung sparsamere und gegen Missbrauch sichere Lösung deshalb nicht einführen will, weil man Angst davor hat, dass es dadurch besser genutzt wird und das Geld ausgeht.“
Aus budgetären Gründen auf eine effizientere Lösung zu verzichten, konnte die Mehrheit des Gemeinderates nicht nachvollziehen, so dass der Antrag letztendlich mehrheitlich, ohne Abänderungen, angenommen wurde.
Ob und in welchem Umfang CALEMO auch für andere Zielgruppen (Jugend, Senioren,..) und bei Events zum Einsatz kommen wird, ist nunmehr Diskussionsgegenstand in den zuständigen Ausschüssen.
Ein gemeinsamer Workshop mit der Stadt, der Wirtschaftskammer Tirol und den lokalen Taxiunternehmen soll die reibungslose Umsetzung des digitalen Frauen Nachttaxis mit 2026 vorbereiten.











